Warum Kinder mit ADHS oft kein Selbstvertrauen haben – und was wirklich dahintersteckt

 



„Mein Kind kann so viel – aber es traut sich nichts zu.“

Diesen Satz höre ich immer wieder von Eltern.

Viele Kinder mit einer ADHS-Diagnose (oder anderen Diagnosen)
wirken nach außen laut, stark oder sogar dominant.

Doch hinter dieser Fassade steckt häufig etwas ganz anderes:

- Ein Kind, das innerlich ständig kämpft.

- Ein Kind, das sich selbst nicht wirklich vertraut.

- Ein Kind, das zwar funktionieren soll, sich aber oft nicht sicher fühlt.



Das eigentliche Problem ist oft nicht das Selbstvertrauen

Viele Eltern versuchen deshalb, das Selbstbewusstsein ihres Kindes zu stärken.

Sie loben mehr.

Sie motivieren mehr.

Sie fördern Talente.

Das ist grundsätzlich nicht falsch.

Trotzdem erleben viele Familien, dass das Problem bleibt.

Warum?

Weil Selbstvertrauen nicht einfach durch Lob entsteht.

Echtes Selbstvertrauen entsteht unter anderem,
wenn ein Kind sich innerlich sicher fühlt.



Kinder mit ADHS bekommen ständig negatives Feedback

Studien zeigen, dass Kinder mit ADHS und anderen Diagnosen
deutlich häufiger negatives Feedback erhalten als andere Kinder.

Sie hören über Jahre:

  • „Konzentrier dich.“

  • „Jetzt streng dich endlich an.“

  • „Warum kannst du das nicht einfach machen?“

  • „Du hörst nie zu.“


Mit der Zeit entsteht daraus oft die Überzeugung:

„Mit mir stimmt etwas nicht.“


Das greift nicht nur das Selbstbewusstsein an.

Es greift die Beziehung des Kindes zu sich selbst an.



Warum manche Kinder emotional kaum erreichbar wirken

Viele Eltern beschreiben etwas anderes.

Etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt.

Sie sagen:

  • „Ich komme nicht an mein Kind ran.“

  • „Es hört mich, aber was ich sage, erreicht es nicht.“

  • „Es wirkt wie hinter einer Mauer.“

  • „Nähe wird abgewehrt.“

  • „Es lässt sich nicht trösten.“


Genau hier beginnt für viele Familien die eigentliche Suche.


Denn oft geht es nicht nur um Konzentration, Impulsivität oder Schulprobleme.

Es geht um fehlende Erreichbarkeit - fehlende Verbindung.



Verbindung ist die Grundlage von Selbstvertrauen

Ein Kind entwickelt Selbstvertrauen nicht dadurch, dass es ständig hört, wie toll es ist.

Ein Kind entwickelt Selbstvertrauen, wenn es erlebt:

  • Ich bin sicher.

  • Ich bin verbunden.

  • Ich gehöre dazu.

  • Ich kann Hilfe annehmen.

  • Ich darf Fehler machen.

  • Ich bin trotzdem richtig.

Diese innere Sicherheit wird in den ersten Lebensjahren angelegt.

Fehlt sie, kämpfen viele Kinder später mit folgenden Herausforderungen:
- Unsicherheit,
- Ängsten,
- Rückzug,
- Wut oder einem
- ständigen Bedürfnis, sich beweisen zu müssen.



Die gute Nachricht: Das Nachholen dieser Entwicklung ist möglich

Viele Eltern glauben:
„Dafür ist es jetzt zu spät.“

Unsere Erfahrung zeigt etwas anderes.

Kinder können erstaunliche Entwicklungsschritte auch Jahre später noch nachholen.

Oft zeigen sich die ersten Veränderungen nicht in den Schulnoten.

Sondern im Alltag.

Plötzlich sucht ein Kind mehr Nähe.
(Es kriecht förmlich wieder in die Eltern hinein -
und holt sich alles das, was trotz aller Liebe der Eltern
jahrelang nicht in ihm "angekommen" ist.)

Es lässt Trost zu.

Es übernimmt Verantwortung für andere.

Es wird sozial sicherer.

Es orientiert sich mehr an seinen Eltern.

Und manchmal erleben Familien zum ersten Mal echte Verbindung.



Selbstvertrauen beginnt nicht im Kopf

Deshalb beginnt echte Veränderung oft NICHT mit
Motivationstechniken, Belohnungssystemen oder positivem Denken.

Sie beginnt dort, wo ein Kind wieder Zugang zu innerer Sicherheit, Beziehung und Vertrauen findet.

Denn ein Kind, das sich verbunden fühlt, entwickelt oft etwas viel Wertvolleres als Selbstbewusstsein:

Es entwickelt Vertrauen.

In sich selbst.

In andere Menschen.

Und in das Leben.



Für Macher-Familien

Viele Eltern glauben, dass bestimmte Dinge "einfach so sind".

Dass ihr Kind eben unsicher ist.
Dass ihm Selbstvertrauen fehlt.
Dass es keine Nähe zulassen kann.
Dass es sich ständig zurückzieht, kämpft, verweigert oder emotional nicht erreichbar ist.

Unsere Erfahrung mit hunderten Familien zeigt etwas anderes:
Manche Entwicklungsschritte können auch Jahre später noch nachreifen,
wenn die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden.

Viele Eltern erleben durch die Arbeit mit Monika Föhner Consulting zum ersten Mal
- echte Verbindung,
- mehr Kooperation und
- deutlich mehr innere Sicherheit
- bei ihren Kindern und bei sich selbst.


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Diese Analyse ist nicht für Familien, die auf ein Wunder hoffen.

Sondern für Eltern, die bereit sind, ihre Zukunft selbst zu gestalten.

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Über die Autorin

Monika Föhner ist systemische Familienbegleiterin, Mentorin für Familien mit besonderen Herausforderungen sowie Gründerin unterschiedlicher Online-Formate und der Monika Föhner Consulting GmbH (Basel).

Mit ihren Shows, Beiträgen und Programmen verbindet sie Eltern, Fachpersonen und Schulen in einem ganzheitlichen, praxisnahen Ansatz für mehr Ruhe, Kooperation und Stabilität im Familien- und Schulalltag.

Als gefragte Rednerin auf Fachkongressen und mit hoher Reichweite auf Social Media gilt sie als eine der führenden Stimmen für moderne Familienarbeit, Entwicklung und systemischer Stressregulation im Familien- und Schulalltag.
Sie inspiriert Eltern, Pädagog*innen und Fachpersonen, alte Denkmuster zu hinterfragen und mutig neue Wege zu gehen.

In ihrer Arbeit kombiniert sie systemische, alltagsnahe und praxisorientierte Methoden zu einem im stressigen Familien-Alltag durchführbarem Ansatz – auch für Familien mit besonderen Herausforderungen - ohne Dogmen, sondern mit Klarheit und Verantwortung - mit Kopf, Herz, Seele und Verstand - für nachhaltige, echte Veränderung im Familien- und Schulalltag.

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Hinweis: Inhalte dieses Blogs dienen der persönlichen Weiterentwicklung und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Behandlung.

© Monika Föhner Consulting GmbH

Blog erstellt von Monika Föhner